Wenn das Herz weint ...


Auch ein Hundeherz kann an Kummer zerbrechen. Das war mein erster Gedanke als ich diese kleine Hündin zum ersten mal sah. 

Lehnchen war eine von 3 Hunden die, nach dem plötzlichen Tod ihres Frauchens, in ein Tierheim gebracht wurde. Alle drei hatten ursprünglich gute Vermittlungschancen. Doch nur 2 wurden auch tatsächlich übernommen. Lehnchen blieb alleine zurück. Eine schlimme situation für diese Hündin, die nun erneut ihr vertraute Lebewesen verlor. Leider stehen die Vermittlungschancen für eine „Hundeseniorin“ ziemlich schlecht.

Wir übernahmen die Kleine. 

Vom ersten TAg an mussten wir uns enorm anstrengen um Lehnchen einen Blick abzugewinnen. Sie litt sehr unter dem Verlust ihrer gesamten Welt. Nichts war mehr wie es vorher war, nichts! Außerdem liett sie an chronischem Durchfall und einem ebenso anhaltenden Gallenproblem. Kaum in unseren Händen, mussten wir sie auch schon in eine Klinik bringen. Erst nach 3 Tagen Dauertropf kam wieder etwas mehr Leben in die Kleine.













Lehnchen war eine so traurige Hündin. In den ersten 2 Wochen standen Tränen  in ihren  Augen, wann immer sie den Blick erhob. Sie konnte zu dieser Zeit niemanden wirklich an sich heran lassen.

















Hier waren Geduld, Beharrlichkeit und Mitgefühl gefragt. Wir akzeptierten ihre Trauer und die daraus resultierende Gleichgültigkeit bzw. sogar Ablehnung. Gleichzeitig luden wir sie immer wieder ein an unseren Aktivitäten teil zu nehmen. Stets mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, denn ein  Zuviel davon hätte das Gegenteil bewirken können.

















In der dritten Woche dann die erste positive Veränderung. Lehnchen schlief weniger und beobachtete  statt dessen immer häufiger die Geschehnisse um sich herum. Und eines Tages stand sie pünktlich um 7 Uhr mit den anderen Hunden in einer Reihe und forderte ihr Futter ein. Ein herrlicher Moment. Von nun an erholte sie sich auch körperlich. Eine angepasste Ernährung und weiterhin viel Schlaf ließen sie jetzt auch an Gewicht zunehmen. Kuscheln mit Artgenossen bestimmte nun die Tage, Wochen und Monate. Der Kummer verblasste ein wenig und gab ein recht zufriedenes Hundchen frei.













Noch viele Monate lebte Lehnchen mit uns. Sie genoss die Nähe ihrer neuen Hundefreunde und wir genossen die Zeit mit ihr, auch wenn wir ihr niemals  so nahe kamen wie wir es uns wünschten. Die Sehnsucht nach ihrem Frauchen saß zu tief.




















Dein Herz verschlossen, ich kam dir nie nah,

doch verstand ich deinen Kummer, er war ständig da.

Er zog an Dir, machte dir das Leben schwer

dein Herz, dein Herz, es vermisste sie sehr.


Deine Seele sie suchte und schließlich auch fand,

nun ist wieder zusammen was euch Beide verband.

Ich bleibe zurück und weine um dich

zu gerne hätte ich gewonnen, dein Herz auch für mich.


Leb wohl du gute Seele du hast mich gelehrt, was treu verbunden

nicht jedem gehört.


Von Isabella Reitz-Hellwig für Lehnchen


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Da es wunderschöne Möglichkeiten git die Lebensenergie  positiv zu beeinflussen suchten wir Bärbel Maier auf. Sie legte ihre Hände auf, massierte zart, berührte und beruhigte. Das skeptische Lehnchen genoss diese Berührungen. Bärbel versteht es auf unterschiedlichste Weise vorherrschende Spannungen zu lösen und somit auch jene  Blockaden, die einen freien Fluss der Lebensenergie verhindern.   Dadurch können neue Möglichkeiten der Selbstheilungskräfte angeregt werden. Genau das, was wir uns noch für Lehnchen wünschten.  Diese liebevolle und zarte Begegnung mit Bärbel tat Lehnchen sichtlich gut.


Bärbel Maier lebt in  54309 Butzweiler und ist u. A. zertifizierte Prana-Anwenderin und Ayurvedische Massagetherapeutin.